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#Seaswien mit: Alexandra Stanic

Alexandra Stanic, 26

Online-Chefin des Biber-Magazins

Mit 19 fiel ihr ein Magazin in die Hände, bei dem sie später eine Führungsposition einnehmen sollte. Heute ist die 26-Jährige Online-Chefin des Biber-Magazins und freiberufliche Moderatorin und Fotografin. In ihren Foto-Serien #GRLPWR und #Youngrebels bildet sie zwei Generationen junger Wienerinnen ab und erzählt parallel dazu ihre spannenden Geschichten. Ihre Bilder entstehen an den unterschiedlichsten Orten der Stadt, die sie passend zu ihren Protagonistinnen und ihrer Persönlichkeit wählt. Den Großteil ihrer Arbeit erledigt sie aber von zu Hause aus – in ihrer Wohnung im 23. Wiener Bezirk, wo sie gemeinsam mit ihrem Hund Tito Ruhe, Kraft und vor allem Inspiration für kommende Projekte schöpft.

Hallo Alex, wie bist du darauf gekommen, junge „unbekannte“ Wiener Frauen zu portraitieren?

Mich hat immer schon gestört, wie Frauen in der Modebranche dargestellt werden und welche einheitlichen Schönheitsideale gewisse Magazine vermitteln. Also habe ich mir vorgenommen, für das Projekt #GRLPWR ausschließlich Frauen zu fotografieren, die zum einen keine Erfahrung vor der Kamera hatten und zum anderen einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt waren – unabhängig von Alter, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit. Ich habe niemals damit gerechnet, was da auf mich zukommen würde: Köchinnen, Studentinnen, Stewardessen, Frauen mit Glatzen, alte Frauen, junge Frauen, trauernde und glückliche Frauen, die allesamt die wunderbarsten Geschichten zu erzählen hatten. Wien ist so voller spannender Charaktere und ich musste nichts weiter tun, als ihnen eine Plattform zu geben.

Und was hat dazu geführt, dass du dich in deinem zweiten Projekt nur auf sehr junge Mädchen beschränkt hast?

Im Zuge von #GRLPWR ist mir aufgefallen, dass die meisten Frauen zwischen 13 und 18 Jahren die größten Lebenskrisen hatten. Also habe ich mich bei #YoungRebels auf diese Altersspanne konzentriert. Als ich den Aufruf gestartet habe, haben sich viele junge Mädchen bei mir gemeldet. Wir haben stundenlange Gespräche geführt und am Ende waren sie selbst überrascht, wie viel in ihnen steckt.

Hast du immer schon in der Stadt gewohnt?

Nein, ich komme tatsächlich aus einer sehr ländlichen Umgebung in Niederösterreich. Dass ich in die Stadt gezogen bin, hat sich bei mir durch meine Tätigkeit beim Biber-Magazin ergeben. Ich bin durch und durch Stadtmensch, schätze es aber hier in Liesing sehr, weil ich nicht weit weg von meinen Eltern wohne und außerdem viel Natur rund um mich habe – das ist gerade für Tito das Tollste. Der ist natürlich auch immer gerne dabei in der Redaktion oder bei meinen Fotoshootings. Am liebsten hat er’s natürlich, wenn wir im Wald spazieren gehen. Das ist eben das Tolle an Wien, beides ist irgendwie möglich.

Wie entspannst du dich von deinem hektischen Alltag?

Ich bin nicht der Typ, der nach einem langen Bürotag noch irgendwelche Events besucht. Lieber komme ich nach Hause und verbringe Zeit mit meinem Freund und mit Tito. Ich bin auch sehr gerne alleine zuhause und lese viel. Am Wochenende verreisen wir meistens, aber wichtig ist mir vor allem, dass ich genügend Zeit hier verbringe und ich mich wohlfühle.

Und wie sorgst du dafür, dass das so bleibt?

Indem ich darauf achte, dass alles im Großen und Ganzen ordentlich ist, egal wie stressig es ist – das beginnt beim Abwasch und endet beim Blumengießen.

Warum ist es genau diese Wohnung geworden?

Zum einen hat natürlich der Preis gestimmt, was uns wichtig war, weil es eine Eigentumswohnung ist. Zum anderen haben wir nach einer Altbauwohnung gesucht, die saniert und schön hell ist. Was mir am meisten gefällt daran, ist natürlich der wunderschöne Erker im Wohnzimmer. Und dann ist natürlich die Lage für uns perfekt – ich bin mit der S-Bahn sehr schnell bei der Arbeit und habe hier trotzdem meine Ruhe im Grünen.

Welche Gegenstände sind dir in dieser Wohnung besonders wichtig?

Für mich am wertvollsten ist meine analoge Yashica-Kamera – das war die erste Kamera, mit der ich angefangen habe zu fotografieren. Würde es brennen, wäre das der erste Gegenstand, den ich einpacken würde. Wertvoll ist außerdem noch meine externe Festplatte, die müsste ich sicher retten. Außerdem noch meine Box mit meinen Polaroid-Bildern, mein Tagebuch und mein goldener Käfig – ein Geschenk, das mir sehr viel bedeutet.